Schadnager-Monitoring in Landwirtschaft und Tierhaltung digital dokumentieren
Köderstellenplan, Kontrollen mit Datum und Befund, Nachweis vor Beköderung: digitales Schadnager-Monitoring für Ställe, Futterlager und Hofstellen.
Ställe, Futterlager und Maschinenhallen sind für Ratten und Mäuse attraktiv, und wer nach QS arbeitet, muss das Monitoring nachvollziehbar dokumentieren. Auf Papierlisten verstreut über mehrere Hofstellen geht dabei schnell etwas verloren. TrapMap führt Köderstellenplan, Kontrollen und Berichte digital, für Schädlingsbekämpfer, die Höfe betreuen, und für Betriebe mit Eigenkontrolle.
Was QS für das Schädlingsmonitoring erwartet
Die QS-Empfehlung für die Tierhaltung setzt auf Monitoring vor Bekämpfung: Eine alleinige Sichtkontrolle reicht dort nicht aus, und eine befallsunabhängige Dauerbeköderung durch den Tierhalter ist grundsätzlich nicht erlaubt. Zu jeder Kontrolle gehören Datum, Bereich oder Köderstelle, Schädling, Maßnahme und Beobachtung, dazu ein Köderstellenplan. Ein festes Intervall gibt die Empfehlung nicht vor, es richtet sich nach dem Risiko.
Die QS-Arbeitshilfe für Obst, Gemüse und Kartoffeln nennt eine Kontrolle mindestens einmal im Monat, sofern eine Risikobewertung nichts anderes ergibt. Beide QS-Dokumente weisen darauf hin, dass digitale Fallensysteme den Aufwand verringern, weil die tägliche Kontrolle von Schlagfallen dann entfallen kann.
Köderstellenplan auf Karte und Lageplan
Jede Köderstelle bekommt in TrapMap einen festen Platz: im Außenbereich mit GPS-Position auf der Karte, im Stall oder Futterlager auf einem Lageplan. Der Plan ist damit immer so aktuell wie die letzte versetzte Station und erscheint im Objekt-Report als PDF.

Kontrolle per QR-Scan
An jeder Station klebt ein QR-Code. Beim Scan öffnet sich das Formular für genau diesen Stationstyp, etwa Köderstation, Schlagfalle oder Lebendfalle. Befund, Notiz und Foto werden mit Datum und Uhrzeit gespeichert, auch ohne Netz im Stall; die App überträgt die Daten, sobald wieder Verbindung besteht.
Befall belegen, bevor Köder ausgelegt werden
Nach der QS-Empfehlung ist ein festgestellter und dokumentierter Befall Voraussetzung, bevor der Tierhalter Rodentizide einsetzt. In TrapMap steht jeder Befund mit Zeitstempel im Verlauf der Station. Die Köderbilanz im Objekt-Report zeigt, welche Produkte in welcher Menge aufgenommen wurden, mit Wirkstoff aus einem Katalog zugelassener Rodentizide; die Zulassungsnummer steht im Bericht bei den Angaben zum Stationstyp.
Viele Hofstellen, ein Überblick
Wer mehrere Betriebe oder Standorte betreut, sieht in der Kartenansicht alle Stationen mit ihrem Status. Die Heatmap zeigt, wo sich Befunde häufen, die Trendanalyse, ob der Befall über die Monate steigt oder sinkt. Vernetzte Schlagfallen von TrapLinked oder Futura melden Fänge zeitnah und lassen sich in TrapMap anbinden.
Futterlager, Getreide und Mühlen
Für Futtermittelunternehmen außerhalb der Primärproduktion, etwa Mühlen und Mischfutterwerke, verlangt die Futtermittelhygiene-Verordnung in Anhang II wirksame Schädlingsbekämpfungsprogramme. Für Futter- und Getreidelager eignen sich neben Köderstationen Insektenmonitore; beide Stationstypen lassen sich in TrapMap auf demselben Lageplan führen.
Häufige Fragen
Ersetzt TrapMap das QS-Musterformular?
TrapMap erfasst je Kontrolle Datum, Station, Befund und Notiz und führt den Köderstellenplan; beides steht im PDF-Bericht. Ob die Form im Audit genügt, entscheidet der Auditor. Eine eigene Kennzeichnung jeder Kontrolle als Monitoring oder Bekämpfung, wie sie QS vorsieht, ergänzen Sie derzeit in der Notiz.
Funktioniert die App im Stall ohne Netz?
Ja. Kontrollen werden offline gespeichert und übertragen, sobald das Handy wieder Verbindung hat.
Kann ein Landwirt TrapMap selbst nutzen?
Ja, TrapMap eignet sich auch für Betriebe mit Eigenkontrolle. Wer einen Schädlingsbekämpfer beauftragt, bekommt von ihm einen eigenen Kundenzugang zu seinen Stationen und Berichten.
Was kostet TrapMap?
Bis 31. Dezember 2026 ist TrapMap kostenlos, mit vollem Funktionsumfang und ohne Zahlungsdaten. Danach beginnen die Pläne bei 19 Euro im Monat.